Die bisher bekannten ältesten Schriften über den Gebrauch von Räucherungen (mit Weihrauch) als Opfergabe stammen aus dem Gilgamensch Epos. Dieses wohl älteste mythische Werk der Menschen entstand in Babylon. Dort heißt es unter anderem: "Ich, Utnapistim (der Urmensch, der die Menschheit, Tier- und Pflanzenwelt vor der Sintflut rettete) führte ein Räucheropfer aus auf dem Gipfel des Berges. Sieben ... Gefäße stelle ich aus und schüttete in ihre Schalen Rohr, Zedernholz und Myrte. Die Götter rochen den süßen Duft..."

Die Römer schickten ihre Bitte "per fumum", durch Rauch, nach oben zum Himmel und so wurde mit dem Räuchern bei der Verehrung und bei Opferfeiern eine Verbindung zu den Göttern hergestellt. Daher leitet sich der Begriff "Parfüm" ab.  Duft- und Räucherstoffe wurden oft auch sehr freigiebig benutzt. Bei der Bestattung von Herodes sollen 5000 Sklaven mit Räucherwerk vorangegangen sein.  Im Christentum des Mittelalters war das Räuchern den Heiligen und der Verehrung Gottes vorbehalten (Myrrhe, Weihrauch- und Styraxverbrennungen).

Wegen mangelnder Hygiene stank es in den wachsenden Städten des Mittelalters zum Himmel. Seuchen wurden mit "Pestrauch" - auch "Angstrauch" genannt - bekämpft. Unsere Vorfahren wussten, dass das Verräuchern bestimmter Kräuter die Luft reinigen und Atmosphäre schaffen kann. So räucherten sie auch an bestimmten Tagen des Jahres und an wichtigen Ereignissen im Leben wie Geburt, Hochzeit, Krankheit und Tod. 

Dabei verwendete man Wacholder- und Sandelholz, Thymian, Salbei, Lorbeer und Rosmarin.

Verschiedene Räuchertraditionen:

·        Räucherstäbchen in Indien und Asien

·        Salbei in indianischen Schwitzhütten

        Myrrhe zum Wasserdesinfizieren in Wüstenregionen

·        Weihrauch und Myrrhe in der christlichen Tradition

·        u.s.w…..

Geräuchert wurde immer und überall.